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Der Journalisten-Sklave: Gibt im Rahmen seiner Möglichkeiten bereitwillig Auskunft, besorgt Infos und vermittelt Gesprächspartner. Versteht sich in erster Linie als Dienstleister und weniger als Manipulator. Motto: „Die Journalisten machen ihre Arbeit, ich meine. (Alternativ: „Wenn hier jemand instrumentalisiert wird, dann ich!”)
Der Phrasendrescher: Versteht sich vor allem darauf, vorgestanzte PR-„Botschaften” zu verbreiten. Hat aber nicht den geringsten Schimmer, wie Journalismus funktioniert und was Journalisten wirklich brauchen. Motto: „Ich mache meine Arbeit.”
Der Kommunikationsverweigerer: Reduziert – teils aus Arroganz, teils aus Übervorsicht – die Interaktion mit Journalisten auf das Allernotwendigste und einige ausgewählte PR-Kampagnen. Hintergrundinfos? Fehlanzeige. Sein Motto: „Auch keine Presse ist gute Presse!”
Der Chefplatzanweiser: Seine Hauptaufgabe und – tätigkeit besteht darin, seinen – selbstredend höchst eitlen – Boss in den Medien zu platzieren. Natürlich so oft und so auffällig wie möglich. Was der Chef zu sagen hat, ist dabei absolut zweitrangig. Motto: „Auch schlechte Presse ist gute Presse!”
Der Vertraulichtuer: Duzt sich gern mit Journalisten und tut meist so, als würde er diesen (nur einigen Auserwählten, versteht sich) hinter vorgehaltener Hand Betriebsgeheimnisse und/oder Hammerstorys anvertrauen. Motto: „Ich weiß was. Und zwar, dass ich total wichtig bin.”
Kardinal Richelieu: Ist Vertrauter und zugleich Einflüsterer seines Chefs. Könnte eine Info-Goldgrube sein, wenn er die Medien nicht selbst als Klaviatur verstünde, auf der es sich virtuos spielen lässt. Motto: „Mein Chef ist mein Pressesprecher.”
Der Drücker: Verkauft ständig Infohäppchen aus seinem PR-Bauchladen. Und hat dabei sehr präzise Vorstellungen davon, wie deren Veröffentlichung aussehen könnte, oder genauer: sollte. Motto: „Wenn Sie mich nicht anrufen, rufe ich Sie eben an.”