Was das Nachrichtenangebot online betrifft, bietet das Internet unterschiedliche Formate:
"US-Polizei fasst Serienkiller", "Microsoft senkt die Preise": Nachrichten pur finden sich als minutenaktuelle Online-Angebote auf fast allen journalistischen Sites, von www.rtl.de bis www.tagesschau.de, von www.zeit.de bis www.web.de. Aber auch Fachinformationsdienste wie www.heise.de oder de.internet.com bieten reinen Nachrichtenjournalismus.
"Regierung will Raucher bei der Stange halten", "Internet fürs Einkaufen immer wichtiger": kommentierte, einordnende Nachrichten werden vor allem von denjenigen Online-Magazinen geboten, deren Muttermedium ebenfalls mehr auf Einordnung und Analyse ausgerichtet ist: www.spiegel.de oder www.kress.de sind gute Beispiele dafür, aber auch die längeren Beiträge von www.zeit.de.
"Der Terror-Knirps mit dem Milchgesicht", "Nur jedes zehnte Bußgeld stimmt": Boulevard-Nachrichten gibt es online als Ergänzung zu Boulevard-Muttermedien wie www.bild.de. - vielfach kostenpflichtig. Denn Boulevard-Zeitungen leben vom Straßenverkauf. Und ihre Online-Ergänzung kann nicht kostenfrei bieten, was gedruckt Geld kostet.
"Verschlossene Auster für Aldi", "BertelsmannSpringer verkauft": Human Portals bieten eine Art Presseschau mit individuellen Teasern. Dabei liegt die Nachrichtenauswahl meist in den Händen einer kleinen, oft einer Ein-Mann/Eine-Frau-Redaktion. Die Teaser reichen von informierenden bis zu meinungsbetonten Formen (www.netzpresse.de).
"Dauer-Rot bei Intershop", "Filmfest München kassiert bei Journalisten"- usergenerierte Information: Ein ganzes Online-Format lebt von Informationen, die von den Usern selbst stammen, Beispiel Weblog. Nicht selten werden dabei nach strengen Nachrichtenregeln genaue Belege für das Zitierte verlangt, fast immer muss die Online-Quelle angegeben werden. Ein solcher Insider-Informationsdienst ist www.dotcomtod.de.
"Message im Werbeblock", "Zweifelhafte Exportgeschäfte"- Meinung als Information: Was denkt User X? Was antwortet User Y? Mehr als alle anderen Medien erlaubt das Online-Medium den direkten Kontakt der User untereinander. Diskussionsforen (in ihrer Urform Newsgroups genannt) ergänzen zahlreiche Nachrichten-Sites. Moderatoren stoßen solche Diskussionen mit gezielten Teasern an; manchmal genügt auch ein provokanter Beitrag, um regen Informations- und Meinungsaustausch zwischen den Usern auszulösen (www.telepolis.de, aber auch www.spiegel.de).
Links zum Thema:
Durch das Internet haben Zeitungen - was Geschwindigkeit und Aktualität betrifft - wieder
eine Vorreiterrolle eingenommen, indem sie Internetnachrichten auf ihren Webseiten
präsentieren und durch Neuerungen wie Online-Nachmittagsausgaben erweitern.
Unter http://www.usembassy.de/usa/medien-online.htm gibt es Informationen
zur Rolle des Online-Journalismus und neuen journalistischen Standards in den USA.
Aufschlussreich ist ein Link zum Stanford Poynter Project der Universität Stanford und dem
Poynter Institut.Unter http://www.poynterextra.org/et/i.htm finden sich Informationen
zum Leseverhalten von "Internet news readers". Untersucht wurde zum Beispiel, welche
Webseiten von Internet-Lesern bevorzugt werden und nach welchen Kriterien sie die
Nachrichteninhalte auswählen.
Ein gutes Beispiel für die Bedeutung des Internets im Journalismus ist der Starr-Report zur
Clinton/Lewinsky-Affäre, der 1999 auf Beschluss des amerikanischen Kongresses ins Netz
gestellt wurde. Mit 340 000 Zugriffen pro Minute auf CNN und 4 Millionen Menschen, die
direkt auf den Kongressserver zugriffen, wurde das Internet zum Massenmedium
schlechthin. Mehr dazu unter http://www.politik-digital.de/netzpolitik/monica/zoten.shtml.
Weiterführende Links:
http://www.onlinejournalism.com
http://www.onlinejournalismus.de
http://www.onlinejournalismus.org
http://news.google.com
http://katalog.journalismus.com/_--Medien_von_A_bis_Z/index.html
http://www.journalistenlinks.de/Medien_und_Programme
http://www.deutschland.de/de
http://www.mediamonster.de
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